– Pressmitteilung der Münsteraner Piraten –

Piraten wollen in den Stadtrat

Nach erfolgreicher Europawahl zeigen die Bürgerrechtler auch lokal Flagge

Münster. Mit ihrem Überraschungserfolg bei den Europawahlen brachte sich die Piratenpartei ins Gespräch. Nun setzen die Bürgerrechtler zum Entern des Stadtrats an. Am Dienstag stellten sie ihre Liste zur Kommunalwahl auf.

Fünf Kandidaten hat die 2006 zum Eintritt für eine freie Wissensgesellschaft gegründete Partei aufgestellt. „Die Europawahl hat uns enormen Zulauf verschafft. Das treibt uns an“, begründet Jens Seipenbusch, Münsteraner und stellvertretender Bundesvorsitzender der Piraten, den Schritt in Richtung Stadtrat. Der könnte durchaus gelingen: Bei den Europawahlen am 7. Juni brachten es die Piraten schon auf respektable 1,1 Prozent. Können sie diesen Anteil halten, ist ihnen ein Sitz sicher.

Auch wenn das Programm der Piratenpartei vornehmlich auf bundespolitische Themen wie eine Reform der Urheber- und Verwertungsrechte abzielt, soll der Antritt bei der Kommunalwahl mehr sein als eine Werbeaktion für die vier Wochen später folgende Bundestagswahl: „Wir kandidieren ernsthaft und sind bereit, im Stadtrat kritisch und konstruktiv mitzuarbeiten“, versichert Marco Langenfeld. Der 22-jährige aus Coerde wurde von den Piraten als Spitzenkandidat aufgestellt, gefolgt von Pascal Powroznik, Markus Barenhoff, Till Achinger und Daniel Ebbert.

Ein umfassendes Kommunalwahlprogramm werden die Piraten bis zum Wahltag nicht auf die Beine stellen, geben aber eine Richtung an. Auf lokaler Ebene wollen sie sich für mehr Transparenz und direkte Bürgerbeteiligung einsetzen. Auch auf die Themen Überwachung und Privatsphäre werden die Piraten ein waches Auge haben. Dabei hoffen die selbst noch jungen Kandidaten besonders auf die Unterstützung der zahlreichen Schüler, Studenten und Auszubildenden.

Die Piratenpartei setzt sich seit 2006 für den Schutz von Bürgerrechten in der Informations- und Wissensgesellschaft ein. Sie verfolgt das Ziel, künstliche Monopole abzubauen und den gläsernen Staat statt des gläsernen Bürgers zu schaffen. Daraus ergeben sich ihre Kernthemen Urheberrecht, Patentrecht und der Komplex Datenschutz/Privatsphäre/Staatstransparenz. Schon seit den Anfangstagen existiert eine Münsteraner Gruppe, die derzeit aus rund 20 Mitgliedern besteht.

Die Kandidaten zur Kommunalwahl kann man beim alle zwei Wochen stattfindenden offenen Stammtisch kennenlernen. Der nächste Termin ist Dienstag, 7. Juli, 19:30 Uhr, in der Gaststätte „Blechtrommel“ am Hansaring.

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4 Kommentare

  1. 1

    Ich merke jetzt in diesem Moment, dass ich diesen Blog deutlich häufiger aufrufen müsste :-) – da komme ich wirklich auf krasse Einfälle

  2. 2
    Lemy Tollof

    Dank dir, jetzt endlich habe ich das Problem ganz verstanden :-)

  3. 3

    Also ich bin mir sicher das war nur eine Mode

  4. 4

    An sich ist das eine geniale Sache, ich nur, ob dies ständig realistisch brauchbar sein wird.