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PM: Piratenpartei klärt über Street View auf

Veranstaltungsabend am Dienstag, 25.5.2010

In den letzten Tagen geriet der Dienst „Street View“ von Google seitens der Medien und der Politik häufiger in die öffentliche Kritik.
Nicht nur weil die Fahrzeuge, die bereits auch in Münster eingesetzt werden, Fotos der Straßenzüge und Gebäude machten, sondern auch weil sie ebenfalls die öffentlich einsehbaren Namen und Standorte drahtloser Netzwerke und zum Teil auch unverschlüsselte Datenfragmente mitschnitten.

Die Piratenpartei Münster, die sich den Datenschutz auf die Fahnen geschrieben hat, kann bei näherer Betrachtung an Googles Vorgehensweise nichts verwerfliches finden und sieht den Konzern in diesem Fall zu unrecht in der Kritik.

Die WLAN-Technologie basiert auf Funk, und so ist es kaum zu vermeiden, dass ein Funknetzwerk Grundstücksgrenzen überschreitet. WLAN Nutzer, die keine Verschlüsselung verwenden, sollten sich deshalb im klaren darüber sein, dass sie ihre Daten im Klartext für jedermann lesbar übertragen und Dritten die Möglichkeit geben, die eigene Internet Verbindung zu nutzen.

Die Piratenpartei betont deshalb auch immer wieder die Wichtigkeit, dass eigene Netzwerk mit moderner Verschlüsselung wie z.B: WPA2 abzusichern.
Dies wurde so auch im Urteil des Bundesgerichtshofes vom 12. Mai 2010 klar, in dem eine Mithaftung von Betreibern ungesichterter Funknetzwerke bestätigt wurde.

Aus diesem Grund veranstaltet die Piratenpartei Münster am 25.05.2010 um 19:30 Uhr in der Frauenstraße 24 einen Informationsabend zu Google Street View.
Es sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sich über die technischen und gesetzlichen Hintergründe zu informieren.
Es soll aufgeklärt werden, was genau Street View macht, wo Vor- und Nachteile liegen und welche Möglichkeiten dem Bürger durchaus gegeben sind, gegen die Verwendung etwaiger Daten Einspruch einzulegen.

Damit möchte die Piratenpartei in Münster zu einem differenzierteren Bild beitragen, denn Google Street View ist ein interessanter Dienst mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.
Er kann dem Standort Münster Vorteile in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht bringen.

Die Piratenpartei Münster hofft mit dieser Informationsveranstaltung dem Bürger die Angst vor Google Street View durch Aufklärung nehmen zu können und würde sich über zahlreiches Erscheinen am Informationsabend freuen.

Klarmachen zum Ändern!

3 Kommentare zu “PM: Piratenpartei klärt über Street View auf

  1. Pingback: Tweets die Piratenpartei Münster » PM: Piratenpartei klärt über Street View auf erwähnt -- Topsy.com

  2. Ich stimme euch zu, das nicht nur Google Street View die Netzwerke sehen kann. Wer Wireless an seinem Router aktiviert ist sichtbar in der naeheren Umgebung, das ist ein Fakt und da kann man noch soviel meckern oder Propaganda betreiben.

    Wie stoesst euer Hinweis mit WPA2 und dem Piratenfreifunk aufeinander?
    http://wiki.piratenpartei.de/BE:Squads/Piratenfreifunk

    Dort geht es darum sein Internet durch die Wireless Technologie im Router und einem speziellen Betriebssystem (Firmware) ueber andere Wireless Netzwerke im Umkreis zu erweitern. Dort wird dann nicht nur das eigene Wireless Netzwerk anonym erweitert, sondern man nutzt sogar die Bandbreiten und Internetzugaenge der Nachbarn mit (Mesh Topology).

    Das ganze basiert auf der Idee von Buergerdatennetzen: http://wiki.piratenpartei.de/Buergerdatennetze

  3. Wir wollen auch Freifunk in Münster anbieten, aber natürlich gibt es auch da noch Fragen zu beantworten, wir werden diese aber angehen.
    Die Planungsgruppe trifft sich am Donnerstag zum ersten mal in der Warpzone am Hawerkamp 31

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