Auch in diesem Jahr wird wieder die internationale Open Access Woche veranstaltet. Vom 18. bis zum 24. Oktober finden überall auf der Welt unter anderem Vorträge und Informationsstände rund um das Thema „offener Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen“ statt.
Traditionell erscheinen universitäre Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften. Die Abonnements dieser Fachzeitschriften sind nicht nur für den einzelnen sehr teuer sondern erzeugen auch immense Kosten an den Bildungsinstitutionen. So gab allein die Universitäts- und Landesbibliothek Münster im Jahr 2008 über 2,2 Millionen Euro für die Abonnements von solchen Zeitschriften aus.
Das Prinzip Open Access versucht dieses Modell umzustrukturieren indem Wissenschaftler ihre Ergebnisse nach einer gewissen Frist entweder im Internet öffentlich zugänglich zweitveröffentlichen oder auch dadurch, dass Ergebnisse direkt in offen zugänglichen Open Access-Zeitschriften erscheint. Dadurch soll ein möglichst guter Zugang zu aktueller Forschung gewährleistet werden. Gleichzeitig wird es auch für Interessierte außerhalb des Forschungsbetriebs einfacher sich zu informieren.
Bereits im letzten Jahr haben auch die Münsteraner Piraten mit einem Informationsabend auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht. Dabei kamen nicht nur die Grundlagen zur Sprache sondern auch praktische Tipps wie man selbst an der Universität Münster offen zugänglich publizieren kann.
„Als Universitätsstadt gibt es hier natürlich besonders viele Studenten zu erreichen. Es ist wichtig, dass angehende Wissenschaftler bereits im Studium mitbekommen wo die Nachteile des traditionellen Veröffentlichungsmodell liegen und wo die Vorteile von Modellen wie Open Access sind“, so Bastian Greshake von der Piratenpartei Münster.
Auch wenn die Münsteraner Piraten in diesem Jahr leider keinen Infoabend anbieten können: Die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) wird in der kommenden Woche in der Zentralbibliothek am Krummen Timpen einen Informationsstand anbieten. Mit Postern und Flyern wird dort genauso über Grundlagen aufgeklärt wie über die Möglichkeiten selbst an der Uni Münster Open Access zu betreiben.
Mittlerweile bietet die ULB mit einer Print-On-Demand-Schriftenreihe sogar ein hybrides Modell an bei dem es neben der Online-Veröffentlichung sogar Druckerzeugnisse von Inhalten gibt.
Die Folien des letztjährigen Vortragsabends gibt es hier:

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