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PM: Anbindung der Eschstraße an die Umgehungsstraße Wolbeck

Gemeinsame Pressemitteilung Piratenpartei und DIE LINKE.Ratsfraktion:

Ist die Anbindung Wolbecks an die geplante Umgehungsstraße über die Eschstraße unbedingt erforderlich?
Zum Gespräch vor Ort trafen sich vergangenen Sonntag Vertreter des Vereins „Rettet den Esch“ mit Piratenratsherr Pascal Powroznik und Raimund Köhn von der linken Ratsfraktion. Bei sonnigem Spätsommerwetter war unübersehbar, dass der Esch ein intensiv genutztes Naherholungsgebiet ist. Dazu bedurfte es keiner großen Überzeugungskraft.
Im Gespräch machte Ernst Mackel, der Vorsitzende des Vereins, deutlich, dass man sich zunächst nur dafür einsetze, den Ausbau der Eschstraße zu verschieben. „Denn“, so sein Argument, „erst wenn die Umgehung gebaut wurde, lässt sich ermitteln, ob der Ortskern entlastet wird. Alles andere ist Spekulation.“
Dem konnten sich Köhn und Powroznik anschließen. Beide sicherten dem Verein zu, sich im Rat der Stadt Münster für eine Verschiebung des Ausbaus der Eschstraße einzusetzen. Nicht zuletzt, weil der Ausbau bis 2014 über 2,4 Mio. Euro kosten wird, rund 1 Mio. zu Lasten des städtischen Haushaltes. Hinzu kommen noch geschätzte 400 000 Euro für die erforderliche Abwasserbeseitigung. Nicht zu vergessen die Folgekosten in Form der bilanziellen Abschreibungen, die den Haushalt auf Jahrzehnte belasten werden. In Anbetracht dieser Folgen sollte die Maßnahme genauestens überlegt werden, sind sich Powroznik und Köhn einig.

Weiterer Kommentar von Pascal Powroznik:
Die Investitionsmaßnahme 4089 „Eschstraße“ ist im Entwurf Haushaltsplan 2011 für die Abwasserbeseitigung mit 400.000 € und für die Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen mit 2,41 Mio € veranschlagt. Durch Einzahlungen aus Zuwendungen in Höhe von 1,434 Mio € macht der städtische Beitrag ingesamt 1,376 Mio € aus. Allein schon aus den schwierigen Haushaltsituationen für Kommune und Land sollten keine vorschnellen Maßnahmen durchgeführt werden. Bei meiner Entscheidungsfindung spielen in folgender Reihenfolge die Fragen „Wird eine Anbindung überhaupt benötigt?“ und „Wie kann man eine Anbindung für alle Beteiligten verträglich gestalten?“ eine Rolle. Zu letzterer Fragestellung legt unter anderem der Verein Rettet-den-Esch seine Bedenken dar. Nach Sichtung der Informationen und den Gesprächen bin ich nicht davon überzeugt sagen zu können, dass eine Anbindung der Eschstraße zwingend notwendig sei. Aufgrund der Finanzlage, der Bedenken der Anwohner bezüglich der Lebensqualität und der Bürgerumfrage („Die Stadt soll weniger Geld ausgeben: 52% Ausbau des Straßennetzes“) lehne ich momentan eine Anbindung der Eschstraße ab. Sobald die Umgehungsstraße Wolbeck im Betrieb ist, kann immer noch mit Hilfe aktueller Zahlen und unter Beteiligung der Bürger überlegt werden ob eine Anbindung nötig ist, über die Eschstraße angebunden wird oder es alternative Anbindungen gibt.

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