Der Pirat Pascal Powroznik wird der vorgelegten Beschlussvorlage zum Bürgerhaushalt zustimmen. Der Dialog zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung wird damit weiter vorangetrieben. Das besondere am Münsteraner Modell ist, dass die Bürgerinnen und Bürger das Verfahren von Anfang an miterarbeitet und gestaltet haben.
„Das 3-Säulen-Modell mit der repräsentativen Bürgerumfrage, den Stadteilkonferenzen und dem Online-Dialog ist die Grundlage für eine umfassende Bürgerbeteiligung. Die Säulen sind gleichwertig zu sehen und miteinander verzahnt“, berichtet Ratsmitglied Powroznik aus der Kernarbeitsgruppe.
Des Weiteren bringen die PIRATEN eigene Änderungsvorschläge in die Diskussion ein.
In zukünftigen Jahren sollen Jugendliche und Senioren stärker angesprochen werden, im Rahmen des Online-Dialog muss diesen Zielgruppen besondere Beachtung entgegengebracht werden.
Der Münsteraner Haushalt kann verständlich und transparent veranschaulicht werden, die Internetseite „www.offenerhaushalt.de“ zeigt auf, wie eine moderne Verwaltung in Sachen „open data“ agieren sollte.
Die Entscheidungshoheit liegt weiterhin beim Rat, allerdings ist zu überlegen, inwieweit direktdemokratische Elemente Vorteile bringen.
Die vergangene Verteilung des Sparkassentopfs hat viel Unverständnis hervorgerufen. Innerhalb des Online-Dialogs könnte die Bürgerschaft während der Bewertungsphase dem Rat eine Vorschlagsliste zur Abstimmung stellen.
Die sogenannten „Kiezfonds“ des Bürgerhaushalts in Berlin-Lichtenberg werden von, durch das Zufallsprinzip zusammengestellte, Bürgerjurys verteilt. Gute Ideen, die der Entwicklung des Stadtteils dienen, können dann in die Tat umgesetzt werden.
Das Verfahren ist ein Lernprozess für alle Beteiligte und der Bürgerhaushalt wird sich weiterentwickeln. Die Piratenpartei ruft alle Parteien dazu auf, den Bürgerhaushalt aktiv zu unterstützen.

Weiterer Kommentar von Pascal Powroznik:
Informationen zum Bürgerhaushalt sind unter http://www.muenster.de/stadt/buergerbeteiligung.php zu finden.

Kommentare geschlossen.