Ratsarbeit

Ratssitzung 16.02.2011 – Umweltdaten Münster 2009



Mit der Beschlussvorlage V/0697/2010 sollen die bisher gewonnenen Umweltdaten für Münster zur Kenntnis genommen und Ziele als Grundlage für zukünftiges Verwaltungshandeln festgeschrieben werden.

Die Umweltsituation in Münster soll mit Umweltindikatoren dargestellt werden, dabei werden bestimmte Zielsetzungen verfolgt:

  • Zusammenschau der relevanten Umweltbelange
  • Kontinuierliche Umweltbeobachtung und -dokumentation
  • Darstellung von Entwicklungstrends
  • Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umweltschutz
  • Ableitung von Handlungserfordernissen

Für folgende Umweltmedien wurden Umweltindikatoren aufgestellt:
Abfall, Abwasser, Boden/Fläche, Grün, Klima/Energie, Lärmimmissionen, Luftschadstoffe, Natur und Landschaft, Umweltmanagement, Verkehr/Mobilität und Wasser

Qualitative und möglichst auch quantitative sollen fortlaufend festgeschrieben und überprüft werden.
Im Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen (AUB) und im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft (ASSVW) wurden mehrere Änderungsanträge angenommen, unter anderem wurde ein neues quantitatives Ziel aufgenommen:

Die in den „Umweltdaten Münster“ in Anlage 1 formulierten Ziele werden wie folgt erweitert und als Grundlage für zukünftiges Verwaltungshandeln festgeschrieben:
Die Verwaltung wird beauftragt, zu überprüfen, ob Möglichkeiten bestehen, das Ab-
fallaufkommen pro Haushalt auf 425 kg/EW*a abzusenken.

Die FDP hat einen Punkt 3 ein- und durchgebracht:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Veröffentlichung der Umweltdaten auf den entsprechenden Seiten der Stadt Münster im Internet zu ermöglichen (Umweltinformation).

Im Rat werde ich für die PIRATEN beantragen, diesen Absatz um folgenden Satz zu ergänzen:

Ein Datensatz in maschinenlesbarer Form wird für alle frei zugänglich zur Verfügung gestellt.

Open data ist ein Kernanliegen der PIRATEN.
Warum ich mich für Open Data engagiere„:

Open Data ist so etwas wie der Abschied vom Amtsgeheimnis. Die Idee: Behörden stellen ihre nicht-personenbezogenen Datenbestände maschinenlesbar online zur freien Nutzung zur Verfügung und erlauben nicht-amtlichen Entwicklern sogar, für diese Daten eigene Applikationen zu programmieren.
Das Ergebnis ist ein nie gekanntes Maß an Transparenz, neue Sichtweisen auf die Informationen und vielfältige Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung (Beispiel 2).
In den USA und Großbritannien gehören offenen Daten daher bereits zum Regierungsprogramm. In deuschen (und österreichischen) Amtsstuben dringt die Idee erst langsam vor.