Die SPD möchte die sogenannten Uni-Türme auf 35 Meter stutzen und einen 10 Jahres-Vertrag mit dem Studentenwerk sehen. Dass damit die langfristige Nutzungsart weiterhin ungewiss ist, übersieht sie dabei fahrlässig. Der Einfluss der Stadt nach einer möglichen Nutzung als Studentenwohnheim kann mit einem Vorkaufsrecht der Stadt gesichert werden.

Ein weiteres Hotel benötigt die Stadt an dieser Stelle sicher nicht, wohingegen wir aktuell und zukünftig einen immensen Wohnungsmangel zu beklagen haben. Die Stadt sollte sich durch die mögliche Steuerung über den Bebauungsplan nicht das Ruder aus der Hand nehmen lassen und auf die Bedürfnisse des Studentenwerks eingehen.
50 Meter sind städtebaulich verträglich und die PIRATEN sehen keine Notwendigkeit das Projekt weiter zu gefährden.

Ein kritischer Blick ist auf die Grundrissplanung zu werfen, um die Nachhaltigkeit zu sichern und für zukünftige Nutzungsmöglichkeiten offen zu sein. Es sind nicht nur Ein-Personen-Appartements zu planen, sondern auch Zwei- und Drei-Raumwohnungen zu bauen.

„Mit einer gesicherten nachhaltigen Nutzung können die dringend notwendigen Studentenwohnungen sofort gebaut werden.“ so Powroznik und wundert sich wie der grüne Fraktionsvorsitzende vom ‚Sixpack‘ sprechen kann, wo derzeit noch nicht einmal gemeinsame Haushaltsdebatten möglich sind. „Zunächst sollte man einmal mit allen Beteiligten sprechen“, entgegnet das Ratsmitglied.

2 Kommentare

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    Es ist mir schleierhaft, wie Ihr 50m, d.h. die ungefähre Höhe der Domtürme, als „städtebaulich verträglich“ ansehen könnt. Münster war einmal eine der schönsten Städte in Deutschland und hat im Gegensatz zu fast allen anderen vergleichbar zerstörten Städten auch nach dem Wiederaufbau ein attraktives Stadtbild behalten. Dazu gehört, dass beim Blick über die Stadt weiterhin die für Münster typischen Kirchtürme die Silhouette prägen und keine klotzigen, lieblosen Hochhäuser, wie sie in jeder deutschen Stadt stehen könnten.

    Die Architektur der sogenannten Uni-Türme hat dagegen keinerlei (oder zumindest keinen für Laien erkennbaren — und darauf kommt es an –) Bezug zu Münster. Das trifft natürlich auch auf andere Gebäude in der sehr unschönen Bahnhofsgegend zu, aber diese sind wenigstens nur vom Bahnhof aus zu sehen und prägen nicht das Stadtbild. Mit 35m hohen Türmen würde das wohl auch für die Uni-Türme gelten. Einfallslos, aber auch nicht hässlicher und störender als das Metropolis. 50m hohe Türme hingegen würden die Stadtsilhouette prägen wie der Dom.

    Selbstverständlich würden 50m hohe Uni-Türme nicht allein das Stadtbild zerstören, aber mit dieser Einstellung wird es nicht bei diesen zwei Türmen bleiben, und irgendwann ist dann Münster dann architektonisch nichts Besonderes mehr („Death By A Thousand Cuts“).

    Natürlich gibt es Gründe, warum das Stadtbild zurückstehen muss, z.B. wenn Wohnungsnot herrscht und die Bauplätze knapp sind. Das wäre für eine Stadt in einem Talkessel oder inmitten einer Seenplatte sicherlich vorstellbar, aber doch nicht für Münster, wo 50% der Stadtfläche landwirtschaftlich genutzt werden!

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    @Lars
    Hallo Lars, ausschlaggebend für mich war, das ein Hochhaus an der Stelle keine Stadtbildprägende Sichtachse zerstört. Anders als ein Hochhaus in der Sichtachse Steinfurterstraße – Stadtmitte wird meiner Meinung nach kein Stadtbild gestört. Die Silhouette Münsters wird ja auch eher vom Funkturm und den Bettentürmen der UKM geprägt und weniger von den Kirchen.
    Wir haben uns aber an der Stelle auch auf die Aussage der Verwaltung bezogen, die dort fachlich versiertere Argumente liefern könnten.
    Die Umfrage der WN hat mich aber überrascht, ich hatte mit weniger Kritik an der Höhe gerechnet. Mag sein das wir uns nochmal intensiver mit dem Thema befassen müssen.