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Bürgeranfrage zur Rasenheizung für Preußen oder “Was sind die Aufgaben einer Kommune?”

Heute erreichte mich per Email eine Anfrage zur Diskussion um die Rasenheizung für Preußen:

Sehr geehrter Herr Powroznik,

mit Erstaunen las ich Ihren Eintrag bei Twitter
“Diskutieren & abstimmen http://t.co/Ka7dXhFW RT @robikraus Ich werde auf keinen Fall Preußen eine Rasenheizung finanzieren #ichglaubeshackt — Piraten Münster (@PiratenMS)”,
welcher mir per Mail weitergeleitet wurde, da ich selber keinen Twitter-Account besitze.
Könnten Sie mir bitte auch argumentativ darlegen, warum Sie eine Rasenheizung nicht unterstützen würden, außer zu behaupten: Es hackt?
Gerne auch in mehr als 140 Zeichen.

Mit freundlichen Grüßen
[…]

Im Bürgerhaushalt steht dazu ein Vorschlag Nr. 129. Bitte diskutiert mit und nutzt die Möglichkeit Entscheidungen zu beeinflussen, unabhängig davon wie ihr euch entscheidet.

Meine spontane Antwort auf die Bürgeranfrage:

Sehr geehrte Frau […],

gerne möchte ich Ihnen meine Position zum Aspekt „Rasenheizung für Preußen“ erläutern. Eine Pressemitteilung der Piraten ist in Arbeit und die Fertigstellung hat sich wegen der aktuell gehäuften Bürger- und Presse-Anfragen verzögert.

Meine Aktivitäten per Twitter unter dem Pseudonym ‘robikraus’ sind unter der Internetadresse http://twitter.com/robikraus öffentlich einsehbar.

Aus meinem Statement hat sich ein Gespräch entwickelt, welche ich Ihnen folgend darstellen möchte:

erster Diskussionsstrang…

Robert Schedding:
“PiratenMS @robikraus Welche alternative Finanzierung gibt es? #Preußen ist ein Gewinn für die regionale #Wirtschaft”

Piraten Münster:
“@Schedding Gibt es da Zahen und/oder Schätzungen zu?

Robert Schedding:
“@PiratenMS Da war der Wunsch Vater des Gedanken. #Krimphove würde es sicher auch ohne den #SCP wirtschaftlich weiterhin gut gehen ;)”

Pascal:
“@Schedding Sie zahlen es selber, sie entscheiden ob sie jetzt das Investitionsrisiko eingehen. Rasen, Sanitär & Sicherheit ja, mehr nicht”

Robert Scheddin:
“@robikraus Das heißt: kein genereller Subventionsstopp für den #SCP, sondern lediglich ein klares “NEIN” zur Rasenheizung!?”

Pascal:
“@Schedding Zustimmung”

zweiter Diskussionsstrang…

Martin:
“@robikraus schade, der SCP ist das(!) sportliche Aushängeschild Münsters

Pascal:
“@martink1906 …und wird es (in der Dritten Liga) ohne Rasenheizung nicht sein können?”

Martin:
“@robikraus Ich halte die Rasenheizung auch für überflüssig, ABER sie wird zur Lizenz bald notwendig sein.Wenn jetzt Rasen,dann auch Heizung”

Pascal:
“@martink1906 Sie würde in der 2. Liga zur Auflage gemacht werden. Wann steigt Preußen auf? Kommune hat keinen Profibetrieb zu finanzieren!”

Gerne bin ich zur weiteren Diskussion bereit. Haben Sie Argumente für eine kommunal finanzierte Rasenheizung für Preußen?

Ihre Frage und meine Antwort werde ich anonymisiert unter http://www.piratenms.de veröffentlichen.

Viele Grüße
Pascal Powroznik


Kommentare

4 Kommentare zu Bürgeranfrage zur Rasenheizung für Preußen oder “Was sind die Aufgaben einer Kommune?”

  1. Konnie meinte am

    Der SC Preußen Münster plant bereits den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Siehe auch die letzten Statements von Pavel Dotchev. Wer ihn kennt (ich kenne ihn persönlich recht gut), weiß das er keine Seifenblasen in die Welt setzt. Es ist also bei zwei direkten und einem Relegationsplatz durchaus warscheinlich das dies gelingen kann. Die zweite Liga setzt aber eine Rasenheizung voraus.
    Wird im Sommer aber nur die Spielfläche neu verlegt, was mit 150.000€ nicht zu machen ist, wird die Stadt in zwei aber spätestens drei Jahren alles wieder aufreißen müssen. Das gilt es zu vermeiden. Das wäre übelste Verschwendung von wertvollen Steuergeldern.
    Münster ist im Vergleich mit etwa gleichgroßen Städten wohl die einzige Stadt in Deutschland die seit gefühlt unendlichen Zeiten fast nichts für ihr Fußballaushängeschild tut. Schaut euch doch diese Bruchbude Preußenstadion an. Münster macht sich bundesweit zur Lachnummer.
    Im übrigen generiert bereits ein Drittligist so viel Geld in die kommunalen Töpfe, daß sich diese Investition auf jeden Fall auch für die Stadt lohnen würde. Das Geld, plus Marketingeffekt das ein Zweitligist generiert, wäre sicherlich um ca. 50% höher. Das weiß aber ein Hr. Helmut Kalthoff besser.
    Ich kann den Piraten nur empfehlen sich mit dem o.g. Herrn eimal über die Problematik SCP / Stadion
    zu unterhalten / informieren.
    Liebe Grüße
    Konnie / since 72 Paderborn

  2. Planung und Realität sind zwei Paar Schuhe. Ja es kann passieren, dass Preußen irgendwann in naher oder ferner Zukunft in die 2. Bundesliga aufsteigt. Im Radio war heute zu hören, dass Preußen ohne Rasenheizung “nur zwischen 2. und 3. Liga pendeln könnte”. Wird bereits der Aufstieg in die 1. Liga geplant? Preußen konkurriert mit 55 Manschaften und deren Ambitionen aus den ersten drei Ligen.

    Nebenrechnung (bitte ggf. um Korrektur):
    2/20+(1/20)*(1/2)=1/8=12,5% (Aufstieg 2012/13)
    15/18+(1/18)*1/2=31/36 (Klassenerhalt in der 2. Liga oder Aufstieg in die 1. Liga)
    1/8*(31/36)=31/288=10,764%

    Mit aufgerundeter 11 prozentiger Wahrscheinlichkeit wird Preußen in der Saison 2014/15 in der 2. oder 1. Liga spielen. Wie wird bei so einer Prognose verantwortlich und nachhaltig geplant?

    Der Verein kann natürlich das Risiko eingehen und auf eigene Kosten eine Rasenheizung vorinstallieren. Es geht nämlich darum eben keine Steuergelder zu verschwenden. Die Herstellung des Profibetriebs ist keine kommunale Aufgabe, wofür Steuergelder aufgewendet werden dürfen. Die Stadt wird auch “keine Spielflächen aufreissen müssen”, weil das ganz alleine im Verantwortungsbereich eines Profivereins liegen würde, der im übrigen beim Aufstieg in die 2. Liga mit weiteren Einnahmen aus der Ligazugehörigkeit rechnen kann.

  3. Michael meinte am

    Hallo,
    zunächst ist zu sagen, dass es sich bei dem Stadion an der Hammer Straße um ein städtisches Stadion, also um eine städtische Immobilie handelt. Für diese Immobilie hat die Stadt als Eigentümerin auch gewisse Unterhaltungspflichten. Diesen ist die Stadt in den vergangenen Jahren nur unzureichend nachgekommen.
    Die Spielfläche, die zu Recht als eine der schlechtesten der 3. Liga, wenn nicht sogar die schlechteste, angesehen wird, ist u.a. auch aufgrund der fehlenden Rasenheizungin in diesem jämmerlichen und kaum noch bespielbaren Zustand. Durch eine Rasenheizung würde die Spielfläche in den Wintermonaten weniger belastet, da der Rasen nicht mehr im matschigen und halbgefrorenen Zustrand bespielt werden muss, und durch regelmäßige Spielaustragungen und nicht geballte englische Wochen, wie gerade erst erlebt, ebenfalls geschont. Da die Erneuerung der Rasenfläche nach 60 Jahren von der Stadt als Eigentümerin zu übernehmen ist, bevor der Platz wegen Unbespielbarkeit vom DFB gespeert wird, sollte diese auch ein Interesse an einem Erhalt eines guten Rasenplatzes haben.
    Das darüber hinaus eine Rasenheizung ab der 2. Bundesliga eine verpflichtende Auflage der DFL ist, dürfte hinreichend bekannt sein. Vielmehr scheint in Anbetracht der wiederholten Spielabsagen auch denkbar, dass eine entsprechende Ausstattung auch in der 3.Liga über kurz oder lang zur Pflicht wird.
    Der SC Preußen als sportliches Aushängeschild der Stadt Münster hat darüber hinaus die sportlichen Ambitionen in den kommenden Jahren den Aufstieg in die 2. Liga anzupeilen.
    In Anbetracht der Tatsache, dass in diesem Fall der städtischerseits finanzierte Rasen für den EInbau einer Rasenheizung wieder aufgenommen werden muss, erscheint eine dermaßen unverständliche Art von Steuerverschwendung, dass man hierüber nur den Kopf schütteln kann.
    Jeglicher Mitteleinsatz des SC Preußen in diesem Zusammenhang würde in das Eigentum der Stadt Münster übergehen, da diese die Eigentümerin des Stadions ist. Entsprechende Ausgaben des SCP in den vergangenen Jahren sind ja den Anlagen der Ratsvorlage zu entnehmen. DIe städtischerseits zur Verfügung gestellten Gelder reichen hierbei nicht mal annähernd aus. Dabei gewährleistet der SCP hierbei nur die SIcherstellung des Spielbetriebs und ganz nebenbei wird eine städtische Immobilie notdürftig instandgehalten.
    Die Werbewirksamkeit eines Fußbalvereins sei im Rahmen dieser Diskussion nur am Rande erwähnt. Ein Zuschauerschnitt von über 7.000 Leuten und eine regelmäßige Fernsehberichterstattung mit u.a. 5 Liveübertragungen im Fernsehen könnten eine gute Image-Werbung für die Stadt sein, wenn nicht dieses marode Stadion die Werbewirkung einschränken würde und die Stadt in einem negativen Licht erscheinen ließe.
    Der Verein ist als Wirtschaftsunternehmen außerdem ein Wirtschaftsfaktor, an dem auch die Stadt Interesse haben sollte.
    Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass die Sicherstellung des Spielbetriebs und die Instandhaltung des Stadions eine Aufgabe ist, die meiner EInschätzung nach eindeutig bei der Stadt anzusiedeln ist. Mit den jetzt diskutierten Geldern steht die Stadt Münster im Vergleich zu anderen Städten und deren Investitionen in die Infrastruktur “ihrer” Fußballvereine bescheiden dar.
    Andere Städte sind sich eben ihrer Verantworung bewusst und wissen darüber hinaus zu schätzen, welche Werbewirkung ein Fußballverein hat. Der SC Preußen scheint hier einen eindeutigen Standortnachteil im Vergleich zu den konkurrierenden Vereinen zu haben.Es belibt zu hoffen, dass der SCP dennoch weiterhin sportlichen Erfolg haben wird.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael

  4. Patrick meinte am

    Fußball und Wahrscheinlichkeiten passen nicht zusammen und Fußball besteht nicht aus 1 oder 0 – und das sage ich als (inhaltlicher) Sympathisant der Piraten.
    Ob der SC Preußen der Stadt nun wirtschaftlich irgendetwas bringt vermag ich nicht zu beurteilen – ich habs weniger mit Zahlen als mit Emotionen.
    Ich sehe aber, welche Menschenmassen Woche für Woche in die Stadien der ersten und zweiten Liga strömen. Was wäre Gelsenkirchen ohne Schalke? Dortmund ohne Borussia? Bielefeld ohne die Arminia? Sandhausen ohne den SV? Hoffenheim ohne TSG? Große Namen, selbstverständlich!
    Der SC Preußen ist außerdem mehr als “nur” ein Profiverein. Er ist auch Jugendförderer. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter fördern und fordern junge Menschen auf dem Weg in die Leistungsgesellschaft. Vermitteln Werte und Pflichten. Der Verein ist eben diesbezüglich auch unter sozialen Gesichtspunkten ein Gewinn für die Stadt – nahezu zum Nulltarif.
    Aber nicht nur die Jugendspieler und Ehrenämter tragen dazu bei. Auch und gerade im Bereich der Fankultur bieten unterschiedliche Fangruppen unterschiedlichste Anlaufstellen. Vor nicht allzulanger Zeit wurde von diesen Gruppen noch die Münster Tafel (ohne t) unterstützt. Fragen sie mal Die Herausgeber der draußen! oder der Tafel zu diesem Thema.
    Der Verein selbst zeigt mehr und mehr auch in Schulen Präsenz, das Fanprojekt ist Anlaufstelle für Fans mit was auch immer für Problemen. Der Gang ins Stadion bekommt für viele Menschen dieselbe Bedeutung wie für andere der Wochenmarkt oder der Theatergang. Geborgenheit, Freunde, Familie das ist es, was diesen Verein neben dem unbestrittenen Profitum nunmal AUCH ausmacht.
    Will man diese Entwicklungen fördern, so geht das nur, wenn diese ganzen Arbeiten auf eine breitere Basis gestellt werden. Und in diesem Punkt geht es nunmal auch über die sportliche Entwicklung, die eben auch von solchen Dingen wie eine Rasenheizung abhängen.
    Momentan zahlen die Öffentlich-rechtlichen das Paket der 1., 2. und eben auch dritten Liga. Wenn nun in den Wintermonaten reihenweise Spiele ausfallen wird sich die ARD dreimal überlegen, ob sich die dritte Liga überhaupt Lohnt. Und bevor der DFB auf die Vermarktung verzichtet wird die Rasenheizung über kurz oder lang auch in der 3. Liga verpflichtend sein.

    Ich glaube gerade der aktuelle Vorstand hat bewiesen, dass er jeden verfügbaren Cent in den Verein, eine städtische Immobilie und deren Werterhalt steckt bevor das Geld in die Beine von Spielern investiert wird.

    Ich bitte einfach nur um eine faire Behandlung. Ja, des SC Preußen ist ein Profiverein und niemand verlangt von der Stadt Gelder in das Profitum, Spieler oder Trainer zu investieren. Aber ich erwarte, dass der Verein nicht NUR als Profiverein wahrgenommen wird sondern eben auch als Teil, ein wichtiger Teil dieser Stadt gesehen wird, der zudem vielleicht mal eine solche Bedeutung für Münster haben wird, wie die o.g. Vereine für ihre Städte…dafür gilt es eine Wettbewerbsfähigkeiten herzustellen. Und da müssen ALLE anpacken. Fans, Verein und Politiker!!

    Übrigens: Da Zweitvertretungen nicht in die 2. Liga aufsteigen dürfen sind es MAXIMAL 54 Konkurrenten ;)

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