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Kinder in ihrer Lebenswirklichkeit abholen

Piraten treten für eine angstfreie und kreative Nutzung der Medien ein und raten von “Handy-Verbotszonen” ab, wie sie trotz rechtlicher Schwierigkeiten am Annette-Gymnasium diskutiert wurden. Statt Handyverboten an Schulen soll auch vorhandene mobile Technik der Schüler zum Lernen genutzt werden.
“Der Bildungsauftrag lautet, Kinder seien in ihrer Lebenswirklichkeit abzuholen, wohingegen Bewahrpädagogik die Chancen der jeweiligen Medien zu erkennen verdeckt”, plädiert Ratsmitglied Pascal Powroznik. Es steht außer Frage, dass zum Beispiel im Zusammenhang mit Filmaufnahmen das Thema Persönlichlichkeitsrecht thematisiert werden muss. Gerade darum können im Unterricht die Problemlagen von Medieninhalten thematisiert werden.”Schüler nutzen Medien kommunikativ und produzieren selber kreative Inhalte, die viel zitierte ‘Vermittlung von Medienkompetenz’ kann gerade auch mit der Nutzung von Handys im Schulalltag umgesetzt werden”, entgegnet Direktkandidat Powroznik.

Die Primarschule Goldau ist ein Beispiel für eine zukunftsgerichtete Schule. Die Lehrpersonen zielen darauf ab, einen modernen Unterricht zu gestalten und diesen mit einem theoretischen Unterbau zu festigen und zu begründen. Die Kinder sollen das Handy innerhalb und ausserhalb der Schule als Teil ihrer persönlichen Lern- und Arbeitsumgebung nutzen und damit emanzipiert und kritisch mit zukünftig immer verfügbarer Informations- und Kommunikationstechnologie umgehen lernen.

Die Piraten betrachten digitale Medien und das Internet als bereicherndes Potenzial für formale und informelle Bildung. Digitale Medien und Internet ermöglichen einen Paradigmenwechsel in Didaktik und Methoden: Die Rollen “Lehrende” und “Lernende” können in lernenden Netzwerken aufgehen, die kollaborative Software zur Selbstaneignung von geteiltem Schwarmwissen nutzen. Die Piraten schließen sich der Forderung ‘keine Bildung ohne Medien’ an und möchten neben einer technischen Erneuerung und einer medienpädagogischen Offensive die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte zum Einsatz neuer Medien und des Internets in Bildungsprozessen vorantreiben. Fortbildungsangebote für Lehrpersonen müssen in allen Phasen ihrer Ausbildung gestaltet und umgesetzt werden, um die “digitale Kluft” zwischen Lehrpersonen und Lernenden zu überwinden.

http://www.keine-bildung-ohne-medien.de
* Positionspapier POS004 von Jürgen Ertelt wurde mehrheitlich vom Landesparteitag der NRW-Piraten angenommen https://wiki.piratenpartei.de/NRW:Landesparteitag_2012.2/Antr%C3%A4ge
http://www.projektschule-goldau.ch
* 10 Gründe gegen ein Handy-Verbot an der Schule http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/289481


Kommentare

Ein Kommentar zu Kinder in ihrer Lebenswirklichkeit abholen

  1. Ule Rolff meinte am

    Ich bin fast komplett mit euren Aussagen einverstanden. Aber im Unterricht speziell der Grundschule sehe ich durch Handys nicht nur die Aufmerksamkeit beim Lernen gefährdet, als auch die Persönlichkeitsrechte der Lehrkräfte oder anderer Mitschüler (heimliche Mitschnitte des Unterrichts). Das sehe ich auch nicht durch eine ensprechende Medienerziehung zu verhindern – jedenfalls nicht ohne zusätzliche Schulzeit in gebundenem Ganztag.

    Ule

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09:00 - Einführungsveranstaltung “Aufg...
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Aug 30 @ 09:00 – 15:00
Einführungsveranstaltung “Aufgaben und Themenfelder des Ausschusses für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung (Anmeldeschluss: 20.08.2014) Hauptausschusszimmer im Stadtweinhaus, Prinzipalmarkt 8-9, 48143 Münster mit Sieglinde Kersting, Heiko Philippski
13:00 CSD Münster
CSD Münster
Aug 30 @ 13:00 – 20:00
http://csd-muenster.de/
Sep
1
Mo
2014
09:00 Bürozeit: Heiko Philippski
Bürozeit: Heiko Philippski
Sep 1 @ 09:00 – 11:00
pirat@phindie.de http://twitter.com/heikoph
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Bürozeit: Niels-Arne Münck
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