Home > Presse, Pressemitteilungen > Piratenpartei entert Rathaus

Piratenpartei entert Rathaus

- Pressemitteilung der Münsteraner Piraten -

Piratenpartei entert Rathaus

Erster Pirat in den Stadtrat gewählt

Die Piratenpartei konnte bei der Kommunalwahl am Sonntag auf Anhieb einen Erfolg verzeichnen. 1,55 Prozent der Münsteraner wählten die Reserveliste der Piratenpartei und somit den 22-Jährigen Spitzenkandidaten Marco Langenfeld in den Stadtrat. Damit ziehen erstmals demokratisch gewählte Vertreter der Piratenpartei in ein öffentliches Amt ein. Außer in Münster sind die Piraten auch in Aachen im Rat mit einem Sitz vertreten. In anderen NRW-Kommunen ist die Piratenpartei nicht an den Start gegangen.

1,55 Prozent in Münster findet der stellvertretende Pressesprecher Tobias Schürjann gar nicht wenig. „Wir sind ja nur in 18 der 33 Wahlbezirke angetreten“, erläutert er. „Hätten wir in der gesamten Stadt kandidiert, dürften wir rund 3 Prozent bekommen haben.“ Das wäre gegenüber der Europawahl im Juni weit mehr als das Doppelte, als die Piratenpartei in Münster 1,1 Prozent erreichte.

Nachdem die letzten Wochen der Piratenpartei geprägt waren vom Wahlkampf für die Kommunalwahl und von der Vorbereitung auf die Bundestagswahl, beginnt nun die programmatische Arbeit der Partei gemäß dem Motto „Klarmachen zum Ändern“. Das könnte im Stadtrat schnell sehr konkret werden, erreicht doch die CDU zusammen mit der FDP und auch die SPD zusammen den Grünen keine Mehrheit. Die Entscheidungen werden teilweise so knapp sein, dass die Piraten das eine oder andere Mal das Zünglein an der Waage sein könnten.

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Categories: Presse, Pressemitteilungen Tags:
  1. Micha
    1. September 2009, 08:52 | #1

    Herzlichen Glückwunsch Marco (bei den Piraten Duzt man sich, oder?),
    ich habe erst kürzlich von der Piratenpartei erfahren und setze mich gerade intensiv mit Programm, Ideologie und Vorgehnesweisen auseinander… und Ihr gefallt mir gut! Deswegen finde ich es auch absolut klasse, dass nun das erste Amt mit einem Piraten besetzt wurde! (Arrrrr, geentert Kapitän!) Durch die schlechte Sitzverteilung sind die Piraten in Münster in einer vorteilhaften Position und ich bin sehr gespannt, wie es sich weiterhin entwickelt!
    Rassel mit dem Säbel, Marco…
    Euer (vermutlich bald auch Pirat) Micha

  2. 1. September 2009, 09:06 | #2

    Herzlichen Glückwunsch, damit geht die politische Arbeit für die Piraten jetzt richtig los. Ich bin gespannt, was sich als nächstes ergibt. Ich wünsche jedenfalls immer eine sichere Hand bei den Entscheidungen in Münster.

    Gruß,
    Alexander :-)

  3. Jürgen L**g
    1. September 2009, 09:44 | #3

    Ich möchte auch herzlichst gratulieren!
    Es ist Zeit für einen bundesweiten Wechsel, damit die Demokratie aus mehreren Parteien besteht & die Großen nicht meinen sie könnten die kleinen normalen Nichtterroristen überwachen und über sie hinwegbestimmen!

    Muslime (ich bin keiner) sind keine Terroristen.
    Wir müssen raus aus Afghanistan!
    Wir brauchen ein Grundeinkommen!

    LG & viel Erfolg für die Bundestagswahl!

    Jürgen

  4. 10. September 2009, 09:17 | #4

    Herzlichen Glückwunsch auch von mir. Kommunalpolitik ist natürlich eine schwierige Sache und auf den ersten Blick nicht unbedingt Haupt-Betätigungsfeld von Piraten. Wenn man dann noch überlegt, dass die ersten Schritte in der “wirklichen Politik” von allen mit Argusaugen verfolgt werden, die sich für die Piraten irgendwie interessieren, kann man nur sagen: Der Piraten-Ratsherr ist nicht unbedingt zu beneiden.

    Ich finde, es ist wichtig, auch kommunal Entscheidungen zu treffen, die zu den Hauptzielen der Piraten passen. Auf keinen Fall sollten sich die Piraten von Parteien einspannen lassen, nur weil sie vielleicht zu Vertretern dieser Parteien aus verständlichen gründen einen besseren Draht haben als zu anderen. Ich kann verstehen, dass man als Pirat vielleicht zu den Grünen schneller gute Kontakte aufbauen kann als zu der FDP oder der CDU.

    Aber wenn die Piraten nur wie ein Anhängsel der Grünen aussehen, dann wählt sie bald keiner mehr, weil sich jeder sagt: Dann kann ich gleich die Grünen wählen, da ist die Stimme sicher nicht verloren.

    Jetzt sehen viele Leute auf die ersten Entscheidungen des Piraten-Ratsmitglieds und überlegen, ob sie ihre Stimme bei der Bundestagswahl zu einem Änder-Haken machen. Gerade da muss man Eigenständigkeit zeigen!

    Ich denke an eine ganz konkrete Sache, das muss ich zugeben: Das Kraftwerk Hamm. Man denkt zunächst: Das kann den Piraten eher egal sein und entscheidet vielleicht nach Sympathien. Aber: dezentrale Strom-Versorgungs-Sicherheit ist für die Grundideen der Piraten wichtig. Und eine direkte Beteiligung der Stadt an einem nahen Kraftwerk entspricht diesen Grundideen doch eher als wenn wir uns den Strom von irgendwo einkaufen müssen. Hier lässt sich prima zeigen, dass globale Piraten-Ideen mit kommunalen Entscheidungen zusammenhängen. Den Strom aus einem hochmodernen Kraftwerk in Hamm brauchen Piraten um die Ideen der freien Informationsgesellschaft umsetzen zu können.

    Entschuldigt bitte, dass ich euch hier mit altklugen Ratschlägen zutexte, abe rich habe einfach die Sorge, dass die Piraten nur als grüne Splittergruppe gesehen werden, die dann wirklich bald wieder verschwindet. Und das wäre für unsere Demokratie wirklich ein Verlust. Denkt bitte immer drann, dass keine, wirklich keine der alten Parteien ein Interesse an einer weiteren starken Kraft hat.

  5. 15. September 2009, 17:52 | #5

    Na dann viel Erfolg in der Kommunalpolitik!
    Falls ihr euch austauschen wollt:
    Ich bin seit Herbst 2008 auch kommunalpolitisch als Stadtverordneter/Ortsvorsteher aktiv und Anfang 2009 Pirat geworden.

    Gruß
    Jens

  1. 31. August 2009, 22:53 | #1
  2. 1. September 2009, 03:13 | #2