52. Stupa-Wahl
Hochschulgruppe PIRATEN an der Westfälischen Wilhelms-Universität
Bei einem Stammtisch der Münsteraner Piraten hat sich die Gruppe am 6. Oktober 2009 gegründet, um auch an der Hochschule die wesentlichen Themen der Informationsgesellschaft zu vertreten.
Wahl zum Studierendenparlament an der WWU Münster
Unser Ziel war es Anfang Dezember ins 52. Studierendenparlament einzuziehen. Die Liste mit Kandidaten und die notwendigen Unterschriften wurden am 5. November der Universität übergeben.
Liste 8 – PIRATEN
Die Liste PIRATEN tratt mit der Listennummer 8 und 8 Kandidat/innen an.
- Manuel Doebel; Philosophie
- Johannes Rehborn; Jura, Piratenpartei
- Mirjam Horstmann; Geographie
- Thomas Kocar; Medizin
- Philipp Wilhelm; Chinastudien, Piratenpartei
- Peter Horstmann; Ur- und Frühgeschichte
- Bastian Greshake; Biologie
- Eduard Spitzer; Biologie
Ziele & Forderungen
- Wir sind für das NRW Semesterticket.
- Wir sind gegen Studiengebühren.
- Wir fordern einen Lehrstuhl für “Open Access”.
- Wir sind für mehr Transparenz im AstA und im StuPa.
- Wir sind gegen Videoüberwachung an der Uni und insbesondere in den Seminaren.
- Wir sind gegen die Speicherung persönlicher Daten auf der Studentenkarte und insbesondere gegen die Verwendung von RFID Chips auf selbiger.
- Wir sind für eine Verbesserung der WLAN-Situation an der Uni.
- Die Uni möge sich eine übersichtlichere und transparentere Website zulegen.
- Wir sind gegen die Umsetzung des Zugangserschwerungsgesetzes an der Universität.
- Bachelor-Absolventen sollen, bei entsprechender Qualifikation, eine Garantie auf ein direkt an schließendes Master-Sudium erhalten.
- Das Hochschulrechenzentrum möge seine Arbeit endlich vernünftig koordinieren. 3 Zugänge für verschiedene Systeme der Universität sind kontraproduktiv.
- Die Anmeldungen zum Hochschulsport und zu den Sprachkursen müssen deutlich besser beworben und koordiniert werden. Eine Freischaltung der Anmeldung um 19:00 und ein Aufnahmestop um 19:15 ist nicht tragbar.
- Möglichkeiten, Menschen mit Laktose-Intoleranz und Zölliakie ein kostengünstiges Essen in der Mensa anzubieten, sollen im Dialog mit den Studentenwerken erörtert werden.

jo,
also mir wurde zugetragen, dass einer eurer kandidaten sich zu einer pauschalen ablehnung von studiengebühren wie folgt geäußert hat:
“wir sehen das ganze ja nicht so dogmatisch. man muß das ja auch mal langfristig betrachten. und der boykott läuft ja auch eher mies.”
also… da sagt euer wahlprogramm aber etwas anderes. das da oben sieht mir nach einer dogmatischen ablehnung von studiengebühren aus (hoffe ich doch mal..), oder irre ich mich da? muß zugeben, dass mich das gerade sehr verunsichert in meiner entscheidung euch zu wählen. und zum boykott: wenn ihr euch da einbringen würdet, würde es besser laufen.
abschließende fragen:
a) wer von euch ist in fachschaften regelmäßig aktiv und bringt sich dort ein?
b) ist jemand von euch regelmäßiges mitglied des bildungsstreikplenums?
c) was habt ihr an der uni an konkreten aktionen auf die beine gestellt? ich meine außerhalb des internets?
d) seid ihr für den erhalt des referats für datenschutz? wenn ja, wer von euch wäre bereit sich in diesem bereich einzubringen?
e) wer von euch ist in hochschulpolitischen gremien aktiv? und wenn ja: wo und wie lange schon und in welcher funktion?
f) wie eng ist eure anbindung zur mutterpartei? wie viele von euch sind zugleich mitglied der piratenpartei? wer finanziert mit wie viel geld den hochschulwahlkampf der hochschulliste?
g) wie sieht euer gesellschaftspolitisches engagement aus? irgendwelche vorgeschichten (ngos, vereine, etc.)?
vielen dank vorab für die beantwortung der fragen.
p.s.: transparenz find ich auch gut!
p.p.s.: ich würde mir wünschen, dass die piratenpartei sich dazu entschließt, nicht mehr von studenten, sondern von studierenden zu sprechen, da man so die andere (nich-männliche) hälfte des wählerpotentials auch ansprechen würde.
p.p.p.s.: kann vielleicht einer die protokolle eurer sitzungen ins netz stellen? trotz ausgiebiger recherche habe ich sie nicht finden können. immerhin fordert ihr mehr transparenz von stupa und asta durch aktuelle und öffentliche protokolle. die protokolle des astas stehen im netz, auch wenn sie zeitverzögert reingesetzt werden. aber wenn ich das hier richtig sehe, dann habt ihr gar keine. man sollte vielleicht doch nicht mit steinen werfen und damit wahlkampf machen, wenn man im glashaus sitz.
…und übrigens: würde euch das was ausmachen, statt “Copyright © 2009 Piratenpartei Münster ” eure seite unter eine “copyleft” oder “creative-commons” lizenz zu stellen? wenn ich das richtig sehe, dann propagiert ihr doch gerade die freiheit von informationen und wissen…. wie war das doch gleich mit der eigenen nase?
Ich bin nicht Listenkandidat der HSG PIRATEN, kann aber als Piratenpartei-Mitglied, Webmaster und Münsteraner Student direkt ein paar Fragen klären:
“Die Westfälische Wilhelms-Universität wurde am 4. November 2009 von den Studierenden “besetzt”. Die Hochschulgruppe der Piraten in Münster unterstützt diese Aktion und beteiligt sich an vielen der Aktionen vor Ort. Wir haben den beschlossen den Bildungsstreik nicht als Wahlkampfthema zu missbrauchen”
“Alle Inhalte dieser Webpräsenz stehen unter der Lizenz Creative Commons by-sa (Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen) solange sie nicht ausdrücklich anderweitig gekennzeichnet sind.”
Der Hinweis “Copyright © 2009 Piratenpartei Münster” unten auf jeder Seite widerspricht dem nicht. Urheberrecht und alternative Lizenzmodelle sind nicht als Konkurrenz zu sehen, ganz im Gegenteil, “Creative Commons” beruht auf dem bestehende Urheberrecht. Um an dieser Stelle über ein Vorurteil in der Öffentlichkeit aufzuklären: PIRATEN wollen das Urheberrecht nicht abschaffen, sondern im Sinne der Künstler und Verbraucher reformieren.
Hi!
Ich bin einer der beiden Sprecher der Piraten HSG
Um mal auf deine Punkte einzugehen:
a) wer von euch ist in fachschaften regelmäßig aktiv und bringt sich dort ein?
– Wir sind viele 1. Semester. Aber ich persönlich bin dabei mich bei meiner Fachschaft zu engagieren. Die Gegenfrage aber wäre: Warum muss man in einer Fachschaft aktiv sein um HoPo machen zu können? Ist das so ein wichtiges Kriterium?
b) ist jemand von euch regelmäßiges mitglied des bildungsstreikplenums?
– Wir waren unregelmäßig bei den Besetzungen anwesend. Also man konnte uns dort mindestens einmal pro Tag für ein paar Stunden sehen
c) was habt ihr an der uni an konkreten aktionen auf die beine gestellt? ich meine außerhalb des internets?
– Was man halt so 2 Monate nach Gründung machen kann. Wahlkampf
d) seid ihr für den erhalt des referats für datenschutz? wenn ja, wer von euch wäre bereit sich in diesem bereich einzubringen?
– Also es wäre absolut unpiratisch sich gegen das Referat für Datenschutz auszusprechen. Einen Kandidaten für den AStA haben wir, wo und ob er unterkommt ist noch lange nicht sicher.
e) wer von euch ist in hochschulpolitischen gremien aktiv? und wenn ja: wo und wie lange schon und in welcher funktion?
– Wie gesagt..uns gibts erst seit 2 Monaten. Natürlich haben wir aber Mitglieder, die vorher schon Hochschulpolitisch aktiv waren. Nicht umbedingt hier an der Uni, aber auf den jehweilig alten Unis.
f) wie eng ist eure anbindung zur mutterpartei? wie viele von euch sind zugleich mitglied der piratenpartei? wer finanziert mit wie viel geld den hochschulwahlkampf der hochschulliste?
– Was wir mit der Piratenpartei gemeinsam haben ist wohl offensichtlich der Name und eine große Schnittmenge in der Ideologie. Von uns sind etwa drei Leute Mitglied in der Piratenpartei.
Bezüglich der Finanzierung: Wir haben bei einem Piratenpartei Stammtisch mit einer Tischkollekte etwa 50€ bekommen. Der Rest wurde aus eigener Tasche bezahlt.
g) wie sieht euer gesellschaftspolitisches engagement aus? irgendwelche vorgeschichten (ngos, vereine, etc.)?
- Wieweit sollte sich eine Hochschulgruppe gesellschaftspolitisch einbringen? Was wir klar wollen ist, dass die HoPo transparenter wird und somit eine höhere Wahlbeteiligung zustande kommt. Als HSG sollten wir natürlich auch auf dem Boden der Tatsachen bleiben und uns mit dem beschäftigen was uns tatsächlich angeht. Das ist die Hochschulpolitik an der WWU. Dort können wir uns engagieren durch welche Aktionen auch immer. Wir werden sehen.
Ich hoffe ich hab alles zu deiner Zufriedenheit beantwortet.
Hallo anonymin! Ich freue mich dich auf der Seite der Piraten Münster begrüßen zu dürfen. Selbstverständlich gebe ich dir Antworten auf deine Fragen:
“wir sehen das ganze ja nicht so dogmatisch. man muß das ja auch mal langfristig betrachten. und der boykott läuft ja auch eher mies.”
– Ehrlich gesagt würde es mich wundern, wenn tatsächlich jemand so etwas gesagt haben sollte. Die Piraten-HSG vertritt das Ideal des mündigen aufgeklärten Studierenden. Das beinhaltet (beinahe dogmatisch) den freien Zugang zur Bildung. Ebenso (beinahe dogmatisch) sind wir große Verfechter der Basisdemokratie und somit z.B. der Mitbestimmung an Universitäten. Proteste sind eine Form der Basisdemokratie und damit als politisches Mittel absolut legitim und erstrebenswert. Wir unterstützen die Proteste uneingeschrenkt. Dazu gab es bereits eine Pressemitteilung:
http://www.piraten-muenster.de/wordpress/2009/11/piraten-unterstutzen-den-bildungsstreik/
Wir wollen eine undogmatische Politik in dem Sinne vertreten, dass der aufgeklärte mündige Studierende für seine Entscheidungen keine Dogmen braucht. Dies beinhaltet z.B. das Beenden der “Schützengräbenpolitik” an der Hochschule. Das Problem an HoPo ist, dass es Listen gibt, die die HoPo als Schaubühne für die große Politik missverstehen und nicht im Interesse der Studierenden, sondern im Interesse der eigenen Ideologie handeln. Wir sehen darin eine der Hauptgründe, warum z.B. der Haushalt erst so spät verabschiedet wurde. Wenn man bedenkt, dass bei solchen “Sandkastenkriegen” v.a. die Fachschaften die Leidtragenden sind, handeln wir hier insbesondere im Interesse dieser.
Nun zu den abschließenden Fragen:
a) wer von euch ist in fachschaften regelmäßig aktiv und bringt sich dort ein?
– Nach allem, was ich weiß, ist keiner unserer Liste in einer Fachschaft. Ich denke nicht, dass dies notwendig ist um HoPo zu machen, Im Gegenteil: Wir unterliegen damti keiner Lobby-Gruppe und stehen auch nicht in Konkurrenz zu denjenigen, die sich in ihren Fachbereichen besonders engagieren möchten.
Dass wir im Interesse der Fachschaften handeln habe ich bereits gesagt.
b) ist jemand von euch regelmäßiges mitglied des bildungsstreikplenums?
– Wir haben an allen großen Veranstaltungen teilgenommen. Zu nennen wären hier z.B. die Besetzung des Audimax, des F1 und die Teilnahme an der Demonstration.
c) was habt ihr an der uni an konkreten aktionen auf die beine gestellt? ich meine außerhalb des internets?
– Wir sind die einzige Hochschulliste, die sich mit dem sehr Bildungsrelevanten Thema “openAccess” auseinandergesetzt hat.
– Wir sind die Hochschulliste, die das Thema “Transparenz in StuPa und AStA” soweit vorangetrieben hat, dass sogar die anderen Listen (SDS, RCDS, UFaFo,…) dieses in ihre Wahlprogramm aufgenommen haben.
– Wir sind die einzige Liste, die nahezu durchgehend an den Mensen Flyer verteilt und Wähler imformiert haben. Am Donnerstag konnte am Coesfelder Kreuz die Wahlbeteiligung durch unser Engagement verdoppelt werden
– Die Piraten Münster geben seit Wochen Veranstaltungen in der Frauenstraße 24, z.B. auch zum Thema “openAccess”.
– Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass dies in 2 Monaten mehr ist, als es andere Listen in einem Jahr geschafft haben. Der RCDS und die LSI hielten es bspw. nicht einmal für notwendig der Elefantenrunde des Radio Q beizuwohnen…
d) seid ihr für den erhalt des referats für datenschutz? wenn ja, wer von euch wäre bereit sich in diesem bereich einzubringen?
– Da wir derzeit nur einen einzigen Vertreter im StuPa haben, erübrigt sich die Frage um Personen. Selbstverständlich ist der Datenschutz einer unserer Kernkompetenzen. Da wir nicht – wie häufig behauptet wird – eine 1-Punkt-Partei sind, lässt sich in der derzeitigen Situation unmöglich eine Aussage darüber treffen, in welchem Referat wir uns einbringen werden.
e) wer von euch ist in hochschulpolitischen gremien aktiv? und wenn ja: wo und wie lange schon und in welcher funktion?
– Da wir vor 2 Monaten gegründet wurden, erübrigt sich die Frage. Allerdings haben einige unserer Mitglieder bereits vorher Erfahrung in der Hochschulpolitik sammeln dürfen.
f) wie eng ist eure anbindung zur mutterpartei? wie viele von euch sind zugleich mitglied der piratenpartei? wer finanziert mit wie viel geld den hochschulwahlkampf der hochschulliste?
– Wir teilen ähnliche Idelologien.
– Finanziert werden wir derzeit ausschließlich aus privater Tasche. Dass man dies im Wahlkampf nicht gemerkt hat, spricht für unsere profesionelle Vorgehensweise.
g) wie sieht euer gesellschaftspolitisches engagement aus? irgendwelche vorgeschichten (ngos, vereine, etc.)?
– Ich persönlich war z.B. mal Mitglied im MEP (Model European Parliament) und hab eine Zeit lang ehrenamtlich in einem JuZe in Bonn gearbeitet.
Ich bin mir sicher, dass bei meinen Kollegen ein ähnliches Profil zu verzeichnen ist. Allerdings sind dies Sachen, die ich für überaus belanglos halte. Im Gegensatz zu den Alteingesessenen positionieren wir uns ausschließlich durch Inhalte. Eine Mitgleidschaft in einer NGO wäre hier sogar kontraproduktiv, da wir uns in unserer Politik von Lobbygruppen soweit wie möglich fernhalten. Wir handeln ausschließlich im Interesse der Studierenden.
Zur “Studenten” vs “Studierenden” Diskussion:
Dies hier spiegelt meine persönliche Meinung wieder:
“Student” ist für mich von der geschlechtlichen Bedeutung gleichbedeutend mit “Katze”. Für mich kann eine Katze auch männlich sein – ein Student kann für mich auch weiblich sein. Das generische Maskulinum ist eine für unsere Sprache notwendige Konvention.
Deine Forderung riecht meiner Meinung nach streng nach feministischer Diskurs-Ideologie. Das hat meiner Meinung nach nicht viel in der HoPo zu suchen, sondern ist etwas, was in den Köpfen der Gesellschaft passieren muss.
Um das ganze zu verdeutlichen: Wie gesagt beinhaltet “Student” für mich auch das weibliche Klientel. Wenn du nicht so denkst, würde ich den Fehler eher in deiner Denkweise, als in der “political Correctness” suchen.
Aber das ist nur meine Meinung…
“Da wir derzeit nur einen einzigen Vertreter im StuPa haben, erübrigt sich die Frage um Personen.” (Zitat Thomas Kocar)
Aber mitnichten! Manuel ist vielleicht euer einziger Parlamentarier, aber das heißt nicht, dass nicht der Rest eurer Gruppe genau so aktiv sein kann. Auch Nichtparlamentarier – selbst solche, die nicht auf eurer Liste kandidiert haben – können von euch in Ausschüsse entsandt werden. Und selbstverständlich muss man nicht MdSP sein, um ein AStA-Referat besetzen zu können.
Im Übrigen hat mich das Wahlergebnis eurer Liste doch ein wenig erstaunt. Ich hatte ja gehofft, dass ihr den zweiten Sitz bekommt, der stattdessen an die US gegangen ist. Bei euch bin ich mir wenigstens sicher, dass die/der entsprechende ParlamentarierIn dann auch da ist…
Trotzdem auf gute Zusammenarbeit (auch wenn ich selbst nicht im SP sitze).
Das hier: “Das generische Maskulinum ist eine für unsere Sprache notwendige Konvention.” ist übrigens in meinen Augen blanker Unsinn. Die deutsche Sprache hat nun einmal eine weibliche und eine männliche Form für fast alles. Sie zu benutzen bringt einen nicht in Verlegenheit und sollte eigentlich eine Frage der Höflichkeit sein. Du würdest ja auch eine gemischte Gruppe nicht mit “Meine sehr verehrten Herren” anreden, oder? Also, warum sollte es ein anderes sein, besagte Gruppe mit “Liebe Studenten” anzusprechen?
Das, was du beschreibst, hat sich mit political Correctness zu tun, nicht mit der Sinnhaftigkeit des generischen Maskulinums.