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Wimber wird vom Bundesparteitag der PIRATEN unterstützt

6. Dezember 2011 Sebastian Kroos 1 Kommentar

Am vergangenen Wochenende fand in Offenbach der Bundesparteitag der Piratenpartei statt, auf dem die PIRATEN Anträgen zur Drogen- und Suchtpolitik zustimmten [1][2]. Die dort gefassten Beschlüsse stützen die Meinung des münsterischen Polizeipräsidenten Hubert Wimber, der eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums fordert.

“Als ich in der Zeitung las, dass unser Polizeipräsident mit denselben Argumenten zu den Schlüssen kommt, wie wir gestern auf unserem Bundesparteitag, war das schon ein witziger Zufall”, freute sich Markus Barenhoff von den Piraten aus Münster, der am Wochenende am Bundesparteitag in Offenbach teilgenommen hatte. “Es ist wichtig und gut, dass auch aus der Exekutive die Forderung laut wird, die gesetzlichen Rahmenbedingungen endlich den Erkenntnissen der Wissenschaft anzupassen”, so Barenhoff weiter.

“Mit der Entkriminalisierung des Drogenkonsum muss Aufklärungsarbeit geleistet werden. Daher haben wir uns in Offenbach auch zum Bereich Suchtpolitik festgelegt. Wir freuen uns, dass der praxiserfahrene Polizeipräsident in Münster uns in diesem Punkt unterstützt”, fühlt sich Sebastian Kroos, Vorsitzender des Kreisverbands Münster, bestätigt.

Im Umgang mit Drogen positionierte sich die Partei liberal, aber verantwortungsbewusst und zukunftsweisend. Die gängige Repressionspolitik betrachtet sie als gescheitert und stellt daher den freien und mündigen Bürger in den Mittelpunkt. Konsumenten und Süchtige dürfen nicht weiter kriminalisiert werden; stattdessen müssen Erwerbsstrukturen kontrollierbar und regulierbar werden, Prävention und Aufklärung müssen sachlich und auf Basis wissenschaftlicher Fakten erfolgen.

Die Piraten in Münster können die Forderung des CDU-Landtagsabgeordneten Josef Rickfelder, der eine Absetzung des Polizeipräsidenten fordert, nicht nachvollziehen. Tatsächlich hat nahezu jeder Konsument sogenannter harter Drogen auch bereits Cannabis konsumiert; der Rückschluss, dass Cannabiskonsum später zum Gebrauch so genannter “harter” Drogen führt, ist jedoch nachweislich falsch.

Die Piratenpartei spricht sich für sinnvolle und notwendige Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie für einen flächendeckenden Ausbau von Hilfseinrichtungen aus.

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[1] PA299 (Suchtpolitisches Programm der Piratenpartei Deutschlands) http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2011.2/Antragsportal/PA299
[2] PA023 (Drogenpolitischer Antrag der AG Drogen)
http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2011.2/Antragsportal/PA023
[3] MZ – Polizeipräsident für Legalisierung von Drogen http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Polizeipraesident-fuer-Legalisierung-von-Drogen;art993,1488228
[4] Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland zum Thema: http://web.piratenpartei.de/Pressemitteilung/piratenpartei-positioniert-sich-pro-europa-laizismus-und-liberale-drogenpolitik

Postengeschacher auf Bürgerkosten

14. Oktober 2011 Sebastian Kroos 1 Kommentar

Die PIRATEN unterstützen das Anliegen seitens Grünen und Linken, zu klären ob das formelle Verfahren zur Wahl der Beigeordneten in der Verwaltung korrekt verlaufen ist.

“Aus unserer Sicht ist der Ablauf ein einziges Desaster. CDU und SPD haben das Vertrauenverhältnis zwischen Bürger, Politik und Verwaltung vehement geschädigt”, prangert Sebastian Kroos, Vorsitzender der Piraten Münster, an.”

“Schwarz-Rot können doch nicht ernsthaft ein rechtlich nicht vorhandenes Vorschlagsrecht für sich beanspruchen, dann für viel Geld eine Personalagentur beauftragen, das Personaldezernat auch noch auf die Person Heuer zuschneiden und nebenbei wird der Grünen-Antrag, nach einem offiziellen Parteienproporz in der Verwaltung durch Rechtsbelehrung abgeschmettert, das ist unglaublich”, ist Schatzmeister Niels-Arne Münck verwundert.

Dass sich diese Angelegenheit so sehr um eine Person dreht und Heuer damit mit einer schweren “Vorbelastung” das Amt antreten würde, dazu haben er und seine SPD selbst beigetragen. Ratsmitglied Powroznik fragte ihn in der nicht-öffentlichen Sitzung: ”Wie werden Sie mit dieser ‘Vorbelastung’ umgehen? Welche Auswirkungen hat das auf die Beziehungen innerhalb des Dreickes Bürger-Verwaltung-Politik, in allen möglichen Beziehungen? Wie wollen Sie die möglichen Probleme und Konflikte angehen?” Der Bewerber blieb eine aussagekräftigen Antwort schuldig, dabei hätte er gerade hier punkten können. Die Piraten werden auch in Zukunft versuchen mit jedem konstruktiv zusammenzuarbeiten, hier wurde aber eine Chance fahrlässig vertan.

“Als wir die Beschlüsse zur Stellenauschreibung verabschiedet haben, da habe ich CDU und SPD vertraut. Was aber dann passiert ist, ist dass sie dem Vorwurf der Postenklüngelei nicht nur Nährboden gegeben haben, sondern auch noch glauben ihn rechtfertigen zu können”, resigniert Pascal Powroznik angesichts des fehlenden Demokratieverständnis einer Ratsmehrheit.

Bei Bewerbungsverfahren treten die PIRATEN für einen starken Persönlichkeitsschutz ein. Allerdings stoßen wir aufgrund der Ereignisse eine Diskussion an, wie wir insbesondere bei der Besetzung von Spitzenpositionen die vollständige Transparenz herstellen und das öffentliche Interesse wieder in den Vordergrund rücken können.

Trennung von Politik und Verwaltung oder Postenklüngel?

17. September 2011 Sebastian Kroos Comments off

Von dem ungeschriebenen Gesetz, niemanden aus der eigenen lokalen Politik in die Verwaltungspitze zu positionieren, haben auch schon die PIRATEN gehört. Der Ratspirat erinnert sich noch gut an die harschen Worte vom Grünen Ratsfraktionsvorsitzenden Klas; sah er doch in der Neuzuschneidung der Dezernate die Vorbereitung zum Einzugs Heuers in die Verwaltungsspitze. Der Vorwurf ist sicher nicht weit hergeholt, allerdings bestritt dies Schwarz-Rot. Der gutglaubige Bürger fragt sich jetzt schon ob die teure Stellenausschreibung dadurch nicht zur Farce verkommen ist.

Niels-Arne Muenck,Vorstandsmitglied bei den Piraten in Münster, äußert sich skeptisch: “Ich finde,es sollte mehr Wert auf die Trennung von Politik und Verwaltung gelegt werden. Nach der Dezernatsumbildung und den positiven Reaktionen auf die Bewerbung Wolfgang Heuers müssen sich CDU und SPD wohl den Vorwurf der Postenklüngelei gefallen lassen.”

“Beim Antrag ‘Transparenz und Demokratie in der Verwaltungsspitze’ habe ich inhaltlich zuerst ‘Grüne in die Verwaltungsspitze’ gelesen”, wundert sich Ratsmitglied Powroznik über den Sinneswandel der Grünen, bei eigener Berücksichtung eigene Favoriten doch in die Verwaltung zu setzen.

Aufgrund eines Auslandaufenthaltes wird im nächsten Rat kein Pirat an Bord sein. Sonst würde auf jeden Fall die Frage gestellt werden, ob sich der Rat verpflichtet, aus seiner Mitte heraus niemanden hinterm Vorhang in Verwaltungspositionen zu setzen?

Ob dem Antrag mit einem Proporzschlüssel überhaupt jemand zustimmen kann ist zudem fraglich, da die Unverträglichkeit mit Art. 33 Abs. 2 GG und der Widerspruch zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz nicht von der Hand zu weisen ist.

Druck der Netzgemeinde bringt umstrittenen neuen JMStV zu Fall

15. Dezember 2010 Markus Barenhoff Comments off

Piratenpartei Münster begrüßt die Ablehnung des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrages.

Die Piratenpartei Münster begrüßt die Ablehnung des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrages durch sämtliche Fraktionen im Düsseldorfer Landtag. Das Vertragswerk aus der Feder von Kurt Becks Staatskanzlei ist für den Jugendschutz im Internet aus technischen und pädagogischen Gründen untauglich und wurde von der Piratenpartei schon lange kritisiert. Mit der Ablehnung steht nun der Weg frei, um gemeinsam mit der Netzgemeinde wirklich effektiven Jugendschutz im Internet zu realisieren, ohne seine freiheitliche Struktur anzugreifen. Die Piratenpartei und viele Experten haben bereits ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert.

“Es freut uns sehr, dass am Ende doch die zahlreich vorgetragenen Bedenken der Netzgemeinde gegen den JMStV und nicht irgendwelche Ausflüchte in ‘parlamentarische Zwänge’ im Düsseldorfer Landtag zum Tragen gekommen sind.” resümierte Markus Barenhoff von den Münsteraner Piraten. “Unser Engagement des letzten Jahres hat sich nun doch gelohnt. Die Verantwortlichen konnten überzeugt werden. Das zeigt, wie wichtig und richtig es ist, dass sich PIRATEN in die Politik einmischen!”

Auf deutliche Ablehnung und Kritik stoßen bei der Piratenpartei Münster die zahlreichen unwürdigen parteipolitischen Spielereien, die sich bundesweit rund um den JMStV gezeigt haben. Dies habe der Politikverdrossenheit in der Bevölkerung Vorschub geleistet und Schaden hinterlassen. Für die Piratenpartei Münster haben Sachfragen in der Politik absoluten Vorrang vor “Machtspielereien” einzelner Personen oder Parteien.

PM: PIRATEN erreichen Einsparungsstopp bei Bildungsetat

1. Dezember 2010 Philip Brechler 2 Kommentare

Der Ratsherr der PIRATEN, Pascal Powroznik und die Piratenpartei Münster zeigen sich erfreut darüber, dass in den Haushaltsverhandlungen mit den anderen Parteien des Rats der Stadt Münster die Forderung nach einem Stopp von Einsparungen im Schuletat durchgebracht werden konnte.
Dazu Pirat Powroznik: “Es ist wichtig, dass wir uns hier durchgesetzt haben, eine Einsparung bei Bildung ist immer die schlechteste Option und auch immer eine Kapitulation vor der Zukunft unserer Kinder und Jugend. Wir brauchen eine gute Bildung für künftige Generationen um auch in Zukunft das Geld für einen guten Haushalt aufbringen zu können.”